Was ist umfassende Qualitätssicherung?

Was ist umfassende Qualitätssicherung?

George Orwell zeichnet in seinem Werk 1984 eine futuristische Dystopie, in der der „große Bruder“ jeden Bürger überwacht. Sein Konzept der ständigen Überwachung der Bevölkerung ist zwar nicht gerade begrüßenswert, doch es gibt Situationen, in denen ein höherer Überwachungsgrad unglaubliche Vorteile bringen kann. Im vorliegenden Artikel beleuchtet Yonatan Hyatt, CTO von Inspekto, dem Experten für autonome Maschinenbildverarbeitung, das Konzept der umfassenden Qualitätssicherung sowie die Technologie, die diese möglich gemacht hat.

Umfassende Qualitätssicherung bedeutet Qualitätskontrollen in jeder Phase der Fertigungsanlage. Das hört sich zu gut an, um wahr zu sein, doch die Entwicklung der autonomen Maschinenbildverarbeitung als erschwingliche, flexible Technologie, die ohne Systemintegrator auskommt, bedeutet, dass umfassende Qualitätssicherung nun Wirklichkeit geworden ist.

Weg mit dem Alten

Bisher konnten Qualitätsmanager Maschinenbildverarbeitungslösungen lediglich an wichtigen Prüfstellen der Fertigungsanlage installieren, da sie maßgeschneidert werden mussten und zudem teuer und abhängig von Experten waren. Eine herkömmliche visuelle Qualitätssicherungslösung wird speziell für einen bestimmten Standort im Rahmen eines komplexen Projekts maßgefertigt, das vom Systemintegrator geleitet wird. Der Hersteller musste sich bisher für die gesamte Lebensspanne des QS-Projekts auf einen externen Systemintegrator verlassen, da die hierfür erforderlichen Kompetenzen dem eigenen Personal schlichtweg nicht zur Verfügung standen.

Da die Installation der herkömmlichen unflexiblen Lösungen schon für einen einzigen Punkt der Fertigungsanlage dermaßen zeitaufwendig und teuer ist, entscheiden sich Hersteller üblicherweise für die Maschinenbildverarbeitung an den wichtigsten Prüfstellen. Dies ermöglicht dem Unternehmen zwar, fehlerhafte Produkte zu erkennen, bevor sie den Kunden erreichen, und seinen Ruf zu schützen, doch es kann dabei nicht unnötigen Ausschuss vermeiden. Umfassende Qualitätssicherung ermöglicht Qualitätsmanagern die Entfernung eines Produkts aus der Fertigungsanlage, sobald ein Mangel auftritt, d. h., es werden keine weitere Zeit und Kosten in darauffolgende Produktionsabläufe gesteckt, nur um dann am Ende Ausschussware zu erhalten.

Die Einschränkungen, die mit der traditionellen Maschinenbildverarbeitung einhergehen, haben auch zur Folge, dass der Qualitätsmanager davon abgehalten wird, die Datenmenge zu sammeln, die für die Werksoptimierung erforderlich wäre.

Rein mit dem Neuen

Die Einführung der autonomen Maschinenbildverarbeitung hat der umfassenden Qualitätssicherung neue Türen geöffnet. Ein Grund hierfür ist, dass die Systeme zu lediglich einem Zehntel der Kosten einer traditionellen Lösung erhältlich sind. Autonome Maschinenbildverarbeitungssysteme können vom eigenen Werkspersonal in Minuten anstelle von Wochen oder Monaten installiert werden. Und falls der Qualitätsmanager einmal das System an einen anderen Standort verlegt, kann dieses sich schnell eigenständig anpassen – dies wäre bei einer unflexiblen traditionellen Lösung nicht möglich. Die Implementierung, die ohne Systemintegrator auskommt, und die Kostenminderung bedeuten, dass Hersteller sich nicht mehr darauf beschränken müssen, visuelle Qualitätskontrollen lediglich an den wichtigsten Prüfstellen einzusetzen. Stattdessen haben sie die Möglichkeit, visuelle Qualitätssicherung bei Bedarf überall zu nutzen.

Neben dem Identifizieren der Fehler können Hersteller zudem Ursachenanalysen durchführen, um herauszufinden, warum diese aufgetreten sind. Bei Nutzung von umfassender Qualitätssicherung können archivierte Daten durchforstet werden, um zu ermitteln, welches Equipment die Ursache des Problems war, was anschließend korrektive Schritte ermöglicht. Dank einer derartigen Werksoptimierung kann der Qualitätsmanager ein zukünftiges Auftreten von Fehlern vermeiden. Hat ein Hersteller visuelle Qualitätssicherung lediglich an den wichtigsten Prüfstellen, ist dies nicht möglich. Er verfügt dann nicht über das Gesamtbild, das erforderlich ist, um seine Fertigungsanlage zu optimieren, d. h., vermeidbare Fehler werden weiterhin auftreten.

Während eine Überwachung des Alltags, wie sie in Orwells 1984 beschrieben wird, am besten reine Fiktion bleiben sollte, ist eine bessere visuelle Qualitätssicherung unserer Fertigungsanlagen wünschenswert. Dank autonomer Maschinenbildverarbeitung ist umfassende Qualitätssicherung heute Realität geworden – was Werken ermöglicht, Ausschussmengen zu reduzieren, die Rendite zu erhöhen und Produktionsstraßen zu optimieren.

Weitere Informationen finden Sie auf https://www.inspekto.com/.

Posted in

Hinterlassen Sie einen Kommentar





Subscribe to Inspekto's Newsletter

Get industry insider updates delivered to your inbox

Newsletter abonnieren

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.